L3T’s LEARN TRENDS – Ausgabe 2 – (August 2017)

Anmerkung: Ausgabe 2 erscheint mit 3 Monate Verzögerung hier im Blog. Also bitte nicht wundern 🙂

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Ausgabe 2/2017

Es ist August – und schon liegen die ersten Lebkuchen in den Supermärkten: Weihnachten steht vor der Tür. Auch für Anbieter/innen von neuen digitalen Helferlein und edlen Geräten ist das Weihnachtsgeschäft von großer Bedeutung. Um zu wissen, was da unter unseren Bäumen liegen könnte lohnt sich ein Blick in die Einkaufslisten – z.B. die Geschenkvorschläge von Brostick für Jugendliche und junge Erwachsene: Smart Speaker, Notebook-Hüllen, kabellose Kopfhörer sind demnach heiße Kandidaten. Wir tippen dieses Jahr auf ein Hoch der Activity-Tracker-Armbänder rund um Neujahr, wenn die guten Vorsätze gemacht werden und die Festessen vorbei sind.

 

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Vom Präsenz- zum Online-Lernen an Hochschulen

Mit den Möglichkeiten der Online-Lehre verändern sich auch die Studienbedingungen an den Hochschulen. Fernstudiengänge verbreiten sich seit den 1960er Jahren und nutzen mit Aufkommen des Internets auch verstärkt dessen Möglichkeiten (vgl. Zawacki-Richter, 2013, L3T-Beitrag zur Geschichte des Fernunterrichts). Digitalisierung an Hochschulen führt dazu, dass die Durchführung und das Angebot von Online-Lehrveranstaltungen zunimmt. Für die kanadische Fernuniversität Athabasca ist die Online-Lehre Alltag: Fast 40.000 Studierende bereiten sich dort gegen Studiengebühren und engmaschig betreut auf ihre BA- und MA-Abschlüsse vor. Das Angebot an online-gestützter Lehrangebote wächst auch im deutschsprachigen Europa. Auf der einen Seite wächst das Angebot an Online-Weiterbildungen und -Kursen von Fernstudienanbietern, beispielsweise bei der FH Lübeck. Auf der anderen Seiten werden Online-Anteile in Präsenzhochschulen größer – so werden an der TU Graz einzelne Lehrveranstaltungen als MOOC angeboten. Die private deutsche IUBH machte beispielsweise im August 2017 mit der Meldung auf sich aufmerksam, dass sie als erste Hochschule weltweit spontan und rund um die Uhr Online-Klausuren (unter Aufsicht) ermöglichen.

Hochschulen werden sich verstärkt die Fragen stellen müssen – und einige gehen diese Herausforderung forciert an – wie sich sich mit ihren Präsenzangeboten positionieren möchten, ob sie verstärkt Online-Studien(-anteile) anbieten und wie sich sich gegenüber der Online-Konkurrenz positionieren. Auch Initiativen wie das Start-Up Kiron, das den Zugang zu Hochschulen für Flüchtlinge mit fehlenden Zugangsberechtigungen ermöglichen und unterstützen will und Online-Kurse anbietet könnte mittelfristig dazu führen, dass Zugänge zum (Online-)Hochschulstudium erleichtert werden.

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Inverse Blended Learning

„Blended Learning“ wird das Anreichern und Vermischen von Präsenzveranstaltungen mit Onlineanteilen und -phasen bezeichnet (s. L3T-Grundlagenkapitel: Ebner, Schön & Nagler, 2013). Bei den Online-Kursen für sehr Viele, den MOOCs, geht man immer wieder den umgekehrten Weg: Es wird versucht das Online-Kursangebot „in die Präsenz“ zurückzubringen. Da nun das reine Online-Lernen durch Präsenzangebote erweitert wird, wurde dazu die Bezeichnung „Inverse Blended Learning“ vorgeschlagen (Ebner, Schön & Käfmüller, 2015).

CC BY Martin Ebner, Sandra Schön & Kathrin Käfmüller, 2015

So wurden zum Beispiel beim deutschen IchMOOC (Volkshochschulen/mooin) sog. „MOOCbars“ angeboten, das waren synchron veranstaltete Treffen in teilnehmenden Volkshochschulen mit Übertragung eines Live-Streams und Kommunikation über die MOOCbars hinweg (Röthler & Creelman, 2016). Bei dem mit einem österreichischen Staatspreis ausgezeichneten Online-Kurs „Gratis Online Lernen“ wurden von ganz unterschiedlichen Partnern unterschiedliche Begleitformate angeboten – vom kostenpflichtigen Begleitseminar bis zum Lerner/innen-Treffen im Stammtischformat (Ebner, Schön & Käfmüller, 2015). Gemeinsames Lernen und der Austausch in Präsenz ist auch für Studierende im Online-Studium ein Bedürfnis – und wird kurzerhand selbstorganisiert, wie das Video über Studierende an des Online-Studiengangs Medieninformatik der FH Lübeck zeigt, die sich zum gemeinsamen intensiven Lernen eine Ferienwohnung mieten.

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Programmieren lernen mit visuellen Programmierumgebungen

Neben der Medienkompetenz und einer allgemeinen „Digital Literacy“ wird Programmieren immer häufiger als ein notwendiges Grundwissen und Zielsetzung für die Schule diskutiert. Ein grundlegendes Verständnis von Algorithmen und dem Funktionieren von Computern ist hier das Ziel.

Soft- und Hardware, die sich an Kinder und Jugendliche richtet bzw. Anfänger/innen richtet ist inzwischen umfangreich vorhanden. Die visuelle Programmierumgebung Scratch vom MIT ist mit rund 24 Millionen öffentlichen Programmierprojekten (auf der Webplattform, Scratch kann auch offline genutzt werden) ist vermutlich die bekannteste Entwicklung und feiert dieses Jahr das 10jährige Bestehen. Da viele Jugendliche ein Smartphone besitzen ist das Schwesterproject Pocket Code der TU Graz die Alternative für Android-Besitzer. Auch die IT-Unternehmen setzen auf visuelle Programmierumgebungen für Einsteiger/innen, beispielsweise Microsoft mit seinem MakeCode-Angebot.

 

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Lambert Heller zur Blockchain-Technologie in der Bildung

Lernen wird immer vielfältiger. Vom Konferenzbesuch über informelle Online-Projekte bis zum Universitätsdiplom stellt sich die Frage: Wie kann ich zuverlässig und bequem Dritten gegenüber belegen, was ich gemacht habe?

Ein Meilenstein waren die 2011 vom Browser-Hersteller Mozilla und anderen ins Leben gerufenen „Open Badges“. Damit lässt sich überprüfbar belegen, wer welche Leistung erbracht hat – optional unter Verweis auf Arbeiten im E-Portfolio des jeweiligen Lernenden.

Aber man verlässt sich dabei oft – typisch für das „Web 2.0“ – auf zentralisierte Webserver, etwa kommerzielle Webdienste in Kombination mit Servern der zertifizierenden Bildungsinstitution. Dabei läuft im Alltag vieles verkehrt, unter anderem:

  • Der anfängliche Aufwand lohnt sich z. B. für informelle Bildung nicht,
  • Software fällt aus oder wird sabotiert,
  • Dienstleister oder Schulen müssen schließen und Informationen gehen dabei verloren.

Mit der Grundlagentechnik hinter Bitcoin lassen sich stattdessen u. a. Zeugnisse leicht auf öffentlichen dezentralisierten Datenbanken (Blockchains) speichern. Einige Bildungsinstitutionen tun das bereits. Diese Zeugnisse gehen nicht verloren, und bleiben unter voller Kontrolle der Lernenden.

Zum Hintergrund von Blockchain-Anwendungen in Bildung und Forschung schreibt Lambert Heller im TIB-Blog: https://blogs.tib.eu/wp/tib/2017/06/13/bequem-zuverlaessig-und-kontrolliert-durch-die-lernenden-von-zeugnissen-und-e-portfolios-zum-personal-learning-ledger/

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Smart Sport, digitale Sport- und Bewegungstrainer

Digitale Helfer, u.a. Fitness-Armbänder, Videokameras und Smartphones kommen immer häufiger im Bewegungs- und Sportbereich zum Einsatz. Wenn man sich die Nachfrage nach „Fitness Tracker“ bei Google Trends anschaut ist ein neues Verkaufshoch an Weihnachten zu erwarten. Im September 2017 veranstaltet die TU Chemnitz eine Fachveranstaltung zum Thema Smart Sport mit Vortragenden aus Sportverbänden und Wissenschaft.

Schon seit ein paar Jahren kommen im Profi-Fußball smarte Bälle zum Einsatz, bei denen die Trainer/innen detaillierte Daten erhalten. Für zahlreiche Freizeit-Sportler/innen ist die Nutzung von Fitness-Armbändern zum Messen der gelaufenen Kilometer und des Pulses und entsprechende Apps (z. B. Runtastic) schon Alltag. Und der Markt wird zukünftig weiterwachsen (Fung Group, 2016) – inzwischen interessiert sich auch Forschung und Lehre für die neuen Möglichkeiten.

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Smart Homes als Lernanlass

Technologische Innovationen sorgen für Lernanlässe. Zwar sollten neue Technologien möglichst intuitive Bedienung ermöglichen – für vieles entwickeln sich neue Lernangebote. Smart Homes, also Wohnungen mit smarten Geräten, z.B. über Wlan steuerbare Heizungen und Lichter, sind nun für die breite Masse verfügbar: IKEA offeriert nun u.a. steuerbare LEDs (Wired, 2017). Zwar gibt’s die IKEA-Lichter vorerst nur in weiß, während Philips schon länger steuerbare LEDs in allen Farben anbietet. Das Licht mit dem Handy zu steuern – oder entsprechende Buttons zu programmieren (z.B. den Flic Button) wird absehbar Standard sein. Erste Volkshochschulen haben Smart Home schon im Angebot (z.B. die VHS Münster).

Impressum „L3T’s Learn Trends“

CC BY 4.0 International Martin Ebner und Sandra Schön für L3T’s Learn Trends, 2017

Kontakt: PD Dr. Martin Ebner und Dr. Sandra Schön, c/o BIMS e.V., Fallbacherstr. 2a, 83435 Bad Reichenhall

PD Dr. Martin Ebner ist habilitierter Medieninformatiker und leitet die Abteilung Lehr- und Lerntechnologien an der Technischen Universität Graz.
Dr. Sandra Schön ist Erziehungswissenschaftlerin bei der Salzburg Research Forschungsgesellschaft und untersucht und entwickelt in der Abteilung „InnovationLab“ Innovationen im digitalen Umfeld, insbesondere im Bereich des Lernens.

 

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Tec Trend: Selbstfahrende Fahrzeuge #l3t

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Selbstfahrende Fahrzeuge

Auf den ersten Blick haben die selbstfahrenden Fahrzeugen nicht viel mit dem Lernen zu tun. Auf dem zweiten dann schon.  Die Forschungslabore und -Initiativen rund um selbstfahrende Fahrzeuge sprießen weltweit hervor. Im Ort Koppl bei Salzburg ist so seit April 2017 ein selbstfahrender Bus auf einer öffentlichen Straße im Testeinsatz, der von Forscher/innen der Salzburg Research Forschungsgesellschaft begleitet wird. Noch ist es Vorschrift, dass bei Testeinsätzen im öffentlichen Raum Fahrer die Kontrolle über die Autos haben oder im Bus ein “Operator” in kritischen Situationen eingreifen fahren. Es ist absehbar, dass Fahrzeuge auch tatsächlich fahrerlos unterwegs sind. Spätestens dann wird aus dem automatisierten Fahren auch eine Herausforderung für die Öffentlichkeit und Lernanlass. Es geht quasi um Fragestellungen rund um “Verkehrserziehung” der nächsten Generation: Wie klärt man die Bevölkerung über fahrerlose Fahrzeuge auf? Empfehlenswert ist hier auch ein Blick in ein Kinderbuch “Where Do Cars Go at Night? zu selbstfahrenden Autos, das 2016 im Rahmen eines Projekts des moovel lab entwickelt wurde (Daimler Mobility Service).

Trend Signals: Der 3D-Druck für die Weiterbildung, Paper Tablet und der Videoeditor „Clips“

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Signale für zukünftige Trends? Der 3D-Druck für die Weiterbildung, Paper Tablet und der Videoeditor „Clips“

Ob das folgende frühe Signale für neue Trends im Bereich von Technologien und Lernen sind? In jedem Fall sind es interessante Entwicklungen:

  • DIY bei Weiterbildner/innen: Wenn das Selbermachen und Making ein Trend ist, dann sollte das doch auch für Materialien für Trainer/innen gelten? Für wenig Geld kann man sich mit dem kostenlosen Modell des “Poor Men Flipchart” Halter von Ralf Appelt schnell die Aufhängungen für Flipchart-Blöcke 3D-drucken. Auf der Plattform Thingiverse mit 3D-Modellen zum Selbstdrucken ist die erste Rubrik “Education” – dahinter verbergen sich zum Beispiel Druckvorlagen für Blasinstrumente, das Planetensystem und eine teilbare Torte zum Bruchrechnen.
  • Das Schreiben und Zeichen auf Papier oder wie auf Papier ist weiterhin ein Wunsch für Viele, immer wieder gibt es neue Werkzeuge und Tools, die eine unkomplizierte Digitalisierung oder eine Oberfläche „wie Papier“ versprechen. Eine neuer Versuch, aber immer noch keine kostengünstige Lösung, stellt das aktuelle Crowdfunding-Projekt „Remarkable“ dar, ein Tablet dass sich als „Paper Tablet“ bezeichnet weil sich die Oberfläche „wie Papier“ anfühlt.
  • Und schließlich gibt es im Bereich der Video-Apps Neues. Während wir uns schon längst an die einfache Foto- und Bildbearbeitung am Smartphone gewöhnt haben, konnten Video-Aufnahmen bisher nur eingeschränkt bearbeitet werden. Mit der iOS-App „Clips“ lassen sich nun z.B. kleine Bilder und automatisch eingesprochene Texte einblenden.

Tec Trend: Roboter im Haushalt

 

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Roboter im Haushalt

Auf den ersten Blick haben die Roboter im Haushalt nicht so viel mit dem technologiegestützten Lernen zu tun. Auf dem zweiten aber vielleicht doch.

Als Rasenmäher oder Staubsauger findenRoboter in Haushalten immer größere Verbreitung. Dass die Haushaltsroboter gerne mit Namen versehen werden, liegt vielleicht auch an ihrer vermeintlichen Selbständigkeit. Oliver Bendel, seines Zeichen Professor an der Fachhochschule Nordwestschweiz ist mit seinem Schwerpunkt Technologie- und Informationsethik ein gefragter Experte. Debatten über ethische Entscheidungen, die zukünftig Robotern überlassen werden, sind z.B. ob ein Insekt aufgesaugt werden soll oder ob ein selbstfahrendes Auto in einer Notlage eher ein Kind als eine Seniorin verletzen soll. Dass Roboter nicht nur bildungsphilosophische Fragen berühren, sondern auch ganz praktisch das Lernen verändern, zeigt Jürgen Handke, mehrfach für seine innovative Lehre ausgezeichneter Professor an der Universität Marburg, mit “Pepper”, einem Roboter, der zukünftig Studierende unterstützen soll.

Trend Expert: Martin Ebner zu 360-Grad-Videos und Virtuelle Realität #l3t

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Martin Ebner zu 360-Grad-Videos und Virtuelle Realität

Martin Ebner, habilitierter Medieninformatiker und Leiter der Abteilung “Lehr- und Lerntechnologien” an der Technischen Universität Graz stellt seine Gedanken zu 360-Grad-Videos und Virtuelle Realität dar.

“Die günstigen Brillen aus Pappe oder Plastik, die mit Hilfe des eigenen Smartphones zu Virtual-Reality-Brillen werden, finden stetig weitere Verbreitung. In Schweden hat McDonald’s im März 2016 mit jedem Kindermenü einen Bausatz für die Pappkarton-Brille verteilt. Auch im deutschsprachigen Europa kommen die Bausätze zusammen mit hochwertigen 360-Grad-Filmen oder VR-Präsentationen als hochwertiges Give-Away immer häufiger im Marketing zum Einsatz – im Handel kosten Bausätze ab etwa 5 Euro. Gleichzeitig werden auch die Video-Kameras für 360-Grad-Video immer günstiger, immer mehr Smartphones verfügen über die notwendigen Sensoren (Gyroskope bzw. Kreiselstabilisatoren) – der Durchbruch der Technologie steht aus meiner Perspektive unmittelbar bevor.

Wie so oft bei neuen Technologien ist noch nicht klar, wie diese neue Technologie am besten für das Lernen genutzt werden kann. So stellt insbesondere die 360-Grad-Technik auch vor ganz neue Herausforderungen bei der Produktion: Es gibt ja nun zum Beispiel keinen Raum “hinter der Kamera” für die Kameraleute und Regie. Wir müssen also auch damit experimentieren. Wir haben so an der TU Graz dieses Jahr schon den weltweit ersten Online-Kurs mit 360-Grad-Videos angeboten – zum Klettern. Die Rückmeldungen dazu sind sehr positiv, auch weil ganz neue Einblicke möglich sind, die auch beim Präsenz-Kurs an der Kletterwand zum Teil gar nicht möglich sind: Man sitzt ja dort nicht auf dem Helm der Kursleiter/innen.”

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Edu Trend: (Digitale) Sketchnotes #l3t

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(Digitale) Sketchnotes

Ob es daran liegt, dass man den Powerpoint-Flussdiagrammen überdrüssig geworden ist? Visualisierungen sind beim Lernen und Lehren ja immer gefragt, mit den Verbreitung von Tablets bzw. den einfachen Möglichkeit der Digitalisierung durch Digitalfotos mit dem Handy werden prägen derzeit handgefertigte Notizen und Visualisierungen (und solche die handgefertigt aussehen) derzeit zahlreiche Magazine und Webseiten. (Digitale) Sketchnotes, vor allem auch in der Variante der Life-Begleitung und Dokumentation bei Konferenzen, erhält viel Aufmerksamkeit.

Empfehlenswert rund um (digitales) Sketchnoting: Facebookgruppe “Sketchnotes Germany”

Edu Trend: Maker Education #making #l3t

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Maker Education

Maker Education, also das Lernen mit Technologien wie 3D-Druckern in Makerspaces, hat  sich innerhalb weniger Jahre zu einem maßgeblichen Trend im Bereich Methodik und Didaktik des technologiegestützten Lernens entwickelt.

Maker Education

Wer mit Hilfe digitaler und traditioneller Werkzeuge selbstgestaltet und entwickelt, ist Teil der weltweiten “Maker-Bewegung”. In öffentlich zugänglichen Kreativräumen, die z.B. Fablabs und Makerspaces genannt werden, wird gemeinsam an neuen Ideen, Prototypen und Lösungen gearbeitet oder in Repaircafés versucht, altes zu reparieren. Selbermachen ist schon seit einigen Jahren ein Trend, was sich u.a. in zahlreichen Beiträgen in TV-Beiträgen oder Magazinen niederschlägt, beim Making kommen eben noch digitale Werkzeuge wie Laser Cutter, 3D-Drucker oder Schneideplotter zum Einsatz. Die Messen der Selbermacher/innen (Maker Faires) sowie die Gründung und Erfolg der deutschsprachigen Ausgabe des Magazins MAKE sind Beispiele für das große Interesse am Selbermachen mit digitalen Werkzeugen. Dass das Making mit und für Kinder, bezeichnet als “Maker Education”, nun auch im deutschsprachigen Bildungswesen angekommen ist, zeigen Ausschreibungen und zahlreiche Projekte, beispielsweise wünscht sich die Deutsche Telekom Stiftung in seiner Ausschreibung 2017 für ihre Projekte mit Kindern vorwiegend Maker-Aktivitäten. Leitende didaktische Prinzipien bei Maker-Aktivitäten sind: Ziel ist ein konkretes (virtuelles Produkt), Kreativität und selbstorganisiertes Lernen sind gefragt, Erwachsene agieren auf Augenhöhe und häufig engagieren sich Maker-Aktivitäten wie die Initiative „Jugend hackt“ ganz bewusst dafür, die Welt zu verbessern.

Weiterführend: Schön, Sandra; Ebner, Martin & Narr, Kristin (2016, Hrsg.). Making-Aktivitäten mit Kindern und Jugendlichen. Handbuch zum kreativen digitalen Gestalten. Gedruckt: ISBN 978-373-923-65-82, Norderstedt: Book on Demand, Online: via http://bit.do/handbuch [pdf]

 

Key Trend: Open Educational Resources (OER) #l3t #oer

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Open Educational Resources (OER)

Open Educational Resources (kurz OER) sind offen lizenzierte Bildungsressourcen, die von Dritten verwendet, kopiert und ggf. auch modifiziert werden dürfen (genaueres wird in den genutzten offenen Lizenzen geregelt). Im Frühjahr 2017 haben in Deutschland eine Reihe von OER-Projekte rund um OER-Weiterbildungen gestartet, die in der ersten OER-spezifischen Ausschreibung des BMBF den Zuschlag erhalten haben. OER wird dabei aus Sicht von Trainer/innen und für Unternehmen als eine Möglichkeit betrachtet, die eigenen Arbeiten und Ansichten leichter zu verbreiten. Das BMBF hatte bereits im Jahr 2015 u.a. eine Ist-Analyse zu freien Bildungsmaterialien beauftragt, die eine Übersicht über OER in den Bildungssektoren Schule, Hochschule, berufliche Bildung und Weiterbildung gibt. Dass OER durch die öffentlichen Aufmerksamkeit auch für Einrichtungen bedeutsam wird, die sich bisher nicht für den freien Zugang zu Bildung eingesetzt haben zeigt, dass OER angekommen sind – auch wenn noch lange kein OER für alle Themen vorhanden sind. Wenn z.B. Unternehmen Themen in die Schulen bringen wollen, sollten sie verstärkt auf OER setzen – so zumindest auch der Tenor eines Whitepaper zu OER der Bildungs-Agentur YAEZ. Der deutschsprachige Online-Kurs zu offenen Bildungsressourcen COER17 startete Anfang Mai 2017 und führt in nur 4 Wochen ins Thema ein.

Was uns bewegt – L3T’s LEARN trends #l3t

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Was uns bewegt…

Was gibt es Neues rund um das Lernen und Lehren mit Technologien? Was kommt und was wird voraussichtlich mittelfristig ins Lerngeschehen integriert? – Wer Einschätzungen zur Entwicklung von Technologien vornimmt, kann sich schon in einigen Jahren zum Gespött machen. So schmunzelt man heute über eine Einschätzung, die dem damaligen IBM-Vorstandsvorsitzende Thomas J. Watson für das Jahr 1958 zugeschrieben wird: “Ich glaube, dass es auf der Welt einen Bedarf von vielleicht fünf Computern geben wird”.
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Wer sich jedoch keine Gedanken über die Zukunft macht, läuft hinterher – und mitgestalten wird auch schwierig. In diesem Sinne geben wir unser Bestes – und nun regelmäßig Einblicke in Dinge, die wir und/oder andere als bedeutsam für die Zukunft des Lernens und Lehrens mit Technologien einschätzen. Viel Vergnügen!

Martin Ebner & Sandra Schön & Gast-Autorinnen und -Autoren ❤

Was ist das? Was passiert hier?

L3T ist die Abkürzung für „Lehrbuch für Lernen und Lehren mit Technologien“ (drei Buchstaben L, ein T). Rund um das offen lizenzierte Lehrbuch entstanden Veranstaltungen und Initiativen, die mit „L3T“ für „LET“ beginnen.

In diesem Weblog werden wir – Martin Ebner und Sandra Schön – ab ca. Juli 2017 Neuigkeiten rund um Trends und aktuelle Themen aus dem Bereich der Aus- und Weiterbildung zusammentragen und zusammenstellen.

Über Rückmeldungen freuen wir uns!